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Der Wandel von der geistlichen zur weltlichen Herrschafteines Bischofs um das Jahr 1000 : Die Forst- und Wildbannrechte in Franken

31. Januar 2024 / 19:30 21:00

Forste und Wildbanne bilden nicht nur in den fränkischen Bistümern
eine Grundlage zum Ausbau weltlicher Herrschaft. Alter und Namen
der Waldgebiete sind älter als die juristischen Begriffe „Forst“ und
„Wildbann“, die um das Jahr 1000 verstärkt greifbar werden. Im Vortrag von Bundesfreund Prof. Dr. Helmut Flachenecker M.A. stehen die weltlich ausgerichteten Aktivitäten von Bischöfen in ihren Diözesen
im Mittelpunkt, die, wenn auch regional unterschiedlich, im 13. Jahrhundert generell zum Ausbau einer eigenen Landesherrschaft in Form eines Hochstifts geführt haben. Die Diözese wird dabei zunehmend als
herrschaftlich organisierter Raum begriffen, die dafür notwendigen Wandlungsprozesse begannen jedoch bereits im 9. bis 11. Jahrhundert.
Forst- und Wildbannrechte spielten dabei eine entscheidende Rolle,
deren Bedeutung anhand von Beispielen aus den Bistümern Würzburg,
Eichstätt und Bamberg analysiert werden soll. Wald ist nicht nur Jagdgebiet, sondern auch Herkunft des wichtigen Rohstoffes Holz für Handwerk, Hausbau und für das Heizen. Zugleich eröffnet seine
Rodung die Anlage neuer landwirtschaftlich nutzbarer Flächen mit
Dörfern und Weilern. Ehemalige Waldflächen bilden einen wichtigen
Ausbau in der sog. Binnenkolonisation des Landes.
19:30 Uhr Handwerkskammer f. Unterfranken, Großer Saal, Rennweger Ring 3.

Rennweger Ring 3
97070 Würzburg, Deutschland