Literatur über und von Franken

Friedrich Pustet Verlag

Haus der Bayerischen Geschichte: Typisch Franken?

Der Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2022 stellt ausgewählte (kultur-)historische Aspekte vor, die seit dem Mittelalter die verschiedenen fränkischen Herrschaften und Territorien charakterisierten und die teils bis in die Gegenwart nachwirken. Es geht um Ansbach und das preußische Franken, um Würzburg und das bischöfliche Franken, um Bamberg und das klösterliche Franken, um Reichsstädte, Reichsritter und Reichsdörfer, um Bergbau im Fichtelgebirge, um das Räuberwesen im Spessart, um eine mit Coburg verknüpfte Königswiege, um einen Gastgeber für ganz Europa in der Rhön, um den Wirtschaftsraum Nürnberg/Fürth mit seinen bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Traditionen u. a. m. Der Katalog geht auch immer wieder der Frage nach, was nun eigentlich typisch fränkisch ist oder sein könnte: Bier oder Wein, Fachwerk oder Romantik, Dialekt oder doch einfach nur die fränkische Bratwurst?

Haus der Bayerischen Geschichte; 256 Seiten, 29,95€; ISBN 978-3-7917-3343- druchg. farb. bebildert, Hardcover; Originalausgabe 2022

Joachim Zeune: Gottes Burgen. Kirchenburgen, Wehrkirchhöfe und Wehrkirchen in Franken

Franken ist nicht nur gesegnet mit Weinbergen, sondern auch mit einer erstaunlich großen Zahl an Kirchenburgen, Wehrkirchhöfen und Wehrkirchen. Die Forschung mied sehr lange dieses interdisziplinär anspruchsvolle Thema. Dies hatte zur Folge, dass unkritisch aus fast jeder Kirche eine Wehrkirche und aus jedem ummauerten Friedhof ein Wehrfriedhof gemacht wurde. So legt das reich illustrierte Sachbuch nun erstmals eine wissenschaftlich fundierte. Er Bestandsaufnahme vor. Es löst den vermeintlichen Widerspruch zwischen Sakral- und Wehrbau nicht nur auf, sondern stellt deren großartige Symbiose dar. Gleichzeitig ist der Band ein attraktiver Führer. Joachim Zeune, der Experte schlechthin, stellt 30 nach verschiedenen Kriterien ausgewählte, ausführlich in Wort und Bild präsentierte Bauten ins Zentrum seiner Darstellung und fügt einen Kurzkatalog mit den etwa 200 ermittelten Objekten in Franken an.

Joachim Zeune, Gottes Burgen, 232 Seiten, 39,95€; ISBN 978-3-7917-3305-0; durchg. farb. bebildert, mit Übersichtskarte; Hardcover

Günther Dippold: Kleine Geschichte Oberfrankens

Oberfranken ist eigentlich erst 1837 entstanden, als die bayerischen „Kreise“ ihre Namen enthielten. Darin sind ganz unterschiedliche Gebiete zusammengefasst. Über den Westen des Regierungsbezirks herrschte über Jahrhunderte hinweg der Bamberger Fürstbischof. Östlich grenzte das Marktgraftum Brandenburg-Bayreuth an. Coburg war sogar bis 1918 Hauptstadt eines Herzogtums, dessen Regenten mit großen Herrscherhäusern Europas verwandt waren. Dieses Buche enthält die Geschichte einer vielfältigen Landschafft – und zahlreiche Geschichten, die sich hier von der Steinzeit bis in die letzten Jahrzehnte zugetragen haben.

Günter Dippold, Kleine Geschichte Oberfrankens, 176 Seiten, 14,95€; ISBN 978-3-7917-3170-4; 41 Abbildungen, kartoniert; 2. Auflage.

Franz Metzger: Kleine Geschichte Mittelfrankens

Alle Städte, beeindruckende Landschaften
Im Königreich Bayern zu einem Regierungsbezirk zusammengefasst, vereint Mittelfranken Menschen, Länder und Geschichten mit ganz unterschiedlichen Traditionen und historischen Erfahrungen. Auf der einen Seite stehen die Freien Reichsstädte Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Windsheim, Weißenburg und Dinkelsbühl, auf der anderen das Fürstenturm Ansbach-Bayreuth, dazwischen eingestreut geistliche Territorien und zahlreiche kleine Herrschaften. Die daraus entstehenden Spannungsfelder haben im Laufe der Geschichte das politische Gewicht Mittelfrankens wiederholt beeinträchtigt und behindert. Sie schufen aber auch eine besondere Dynamik von Innovationen und Weltoffenheit, die es vom Mittelalter bis heute zu einer der führenden Wirtschaftsregionen Deutschland werden ließen.

Franz Metzger, Kleine Geschichte Mittelfrankens, 176 Seiten, 14,95€; ISBN 978-3-7917-3171-1; 39 Abbildungen, kartoniert. Auch als E-Book.

Erich Schneider: Kleine Geschichte Unterfrankens

Von Barbarossas „Güldener Freiheit“ bis zum UNESCO-Welterbe
Main und Wein bestimmen einen wesentlichen Teil Unterfrankens. Fleiß und Arbeitskraft haben der Region eine gediegene Wohlhabenheit und Denkmäler bis hin zum UNESCO-Welterbe Würzburger-Residenz beschert. Für Arbeitsplätze sorgen Aschaffenburg und Schweinfurt. Das Herz Unterfrankens aber schlägt in der Bischofs- und Universitätsstadt Würzburg. Das Buch unternimmt einen Streifzug von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Die Rede ist von Barbarossas „Güldener Freiheit“ von 1168 und vom Bauernkrieg 1525. Der Bildschnitzer Tilman Riemenschneider fehlt ebenso wenig wie Julius Echter oder die Schönborn-Fürstbischöfe. Die glanzvolle Barockzeit ist Thema und die dunklen Jahre zwischen 1933 und 1945. Die Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 wird ebenso angesprochen wie der Wiederaufbau Unterfrankens als Region mitten in Europa.

Erich Schneider, Kleine Geschichte Unterfrankens, 184 Seiten, 14,95€; ISBN 978-3-7917-3172-8; 37 Abbildungen, kartoniert. Auch als E-Book.

Anna Schiener: Kleine Geschichte Frankens


Die Geschichte Frankens – von der Frühzeit bis zur Gegenwart
Franken, das Land zwischen Spessart und Fichtelgebirge, zwischen Donau und Main, war stets ein umkämpfter Raum. Könige und Fürsten, Bischöfe und Bürger, Ritter und Herren rangen hier um die Macht. So entstand ein Gebiet mit vielen Zentren, aber ohne zentrale Herrschaft. Franken war „vielherrig“, bis es zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine Freiheit an Bayern verlor. Dank seiner wirtschaftlichen Kraft konnte es sich behaupten und hat nun als Metropolregion seinen Platz in Europa gefunden.

Anna Schiener, Kleine Geschichte Frankens, 200 Seiten, 14,95€; ISBN 978-3-7917-2847-6; 38 Abbildungen, kartoniert. Auch als E-Book.

Markus Schußmann: Menosgada. Die keltische Stadt auf dem Staffelberg

Die Geschichte Frankens – von der Frühzeit bis zur Gegenwart


Der Staffelberg in Oberfranken ist seit Jahrtausenden ein Anziehungspunkt für den Menschen. Aus seinen reichhaltigen archäologischen Hinterlassenschaften kann die Vergangenheit gelesen werden. So bestätigen jüngste Ausgrabungen, dass der Staffelberg seine größte Bedeutung in den letzten beiden Jahrhunderten vor Christi des Geburt hatte, als dort die florierende keltische Stadt „Menosgada“ bestand. Sie war mit einer mehrere Kilometer langen Mauer umgeben und besaß repräsentative Tore in einzigartiger Bauweise. In ihrem Schutz lebten und arbeiteten Handwerker, Bauern und Krieger, während die Oberschicht standesgemäß auf dem burgartig ausgebauten Gipfelplateau residierte, Münzen prägen ließ und Kontakte bis in den Mittelmeerraum pflegte. Dieser Führer bietet einen ausführlichen Überblick und ist ein idealer Begleiter für touristische Erkundungen.

Markus Schußmann, Menosgada, Reihe: Archäologie in Bayern, 128 Seiten, 14,95€; ISBN 978-3-7917-3315-9; durchg. z. T. farbig bebildert, Franz. Broschur.

Verlag Friedrich Pustet: Das Programm des renommierten Verlags gliedert sich in die großen Themenbereiche „Geschichte“ und „Theologie“. In der Sparte „Geschichte“ erscheinen Biografien, Titel zur Stadt- und Ländergeschichte, Kulturgeschichte, Archäologie, Denkmalpflege, wissenschaftliche Publikationen, Regionales und eine breite Auswahl an Titeln zur bayerischen und fränkischen Landesgeschichte.
www.verlag-pustet.de
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Schrenk Verlag

Angelika Ebbinghaus, Der Fall Anna S., Vier Stimmen

Eine Dreiecksbeziehung, die tödlich endet. Sie beruht auf einer wahren Begebenheit. Anna, eine Magd, und ihr Dienstherr Georg verlieben sich. Anna bekommt ein Kind. Ein Jahr später, 1835, wird sie hingerichtet. Sie soll ihre Herrin umgebracht haben. Die Geschichte wird aus der Perspektive dieser drei Personen erzählt. Ob Anna tatsächlich diesen Mord begangen hat, wird posthum mit dem Protokollanten des Mordprozesses erörtert

A. Ebbinghaus, Der Fall Anna S., Roman, 170 Seiten, TB, € 16,90; 978-3-910284-54-8 Originalausgabe 2022

Buchcover Röttenbach in der Deutschordenszeit von Johann Schrenk

Johann Schrenk, Röttenbach in der Deutschordenszeit

Franken, das Land zwischen Spessart und Fichtelgebirge, zwischen Donau und Main, war stets ein umkämpfter Raum. Könige und Fürsten, Bischöfe und Bürger, Ritter und Herren rangen hier um die Ausführliche Dokumentation der Zeit von 1335 bis 1809, in welcher der Deutsche Orden (Komturei Ellingen) in Röttenbach eine Vogtei (Außenstelle) ausübte. Mit umfangreichen Quellen- und Literaturangaben und zahlreichen, größtenteils farbigen Abbildungen des Autors.

J. Schrenk, Röttenbach in der Deutschordenszeit. 1335-1809, 44 Seiten, 7,50€; ISBN 978-3-924270-42-1, Reihe Fränkische Geschichte, Band: 19

Der Schrenk-Verlag wurde im Oktober 1982 von Dr. Johann Schrenk (s. Abb.) gegründet und umfasst in seinem Programm eine anspruchsvolle Auswahl an Literatur über und aus Franken und über Franken hinaus.
Unsere Bücher publizieren wir überwiegend als Print-on-demand-Exemplare. Inhaltlich ordnen wir sie u.a. folgenden Buchreihen zu: „Auf den Spuren der Dichter und Denker durch Franken“ (10 Titel), „Buchfranken“ (20 Titel), Fränkische Geschichte (19 Titel). Wir pflegen einen engen Kontakt zu unseren Autoren und streben an, mittel- bzw. längerfristig ganz Franken abzudecken.
www.buchfranken.de
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Echter Verlag

Paulus von Worms († 1579)

Ein Würzburger Ratsherr, Bürgermeister und Spitalpfleger in seiner Zeit

Paulus von Worms war eine bedeutende Persönlichkeit im Würzburg des 16. Jahrhunderts. Zu Unrecht in Vergessenheit geraten, fragt H.-W. Bergerhausen in diesem Buch nach seinem Leben, seinem Wirken und seiner Bedeutung für die Stadt. Dabei wird aufgezeigt, welche Fülle von Aufgaben ein Ratsherr, Bürgermeister oder Spitalmeister zu bewältigen hatte und welche Arbeitsbelastung mit derartigen Ämtern verbunden war. Ferner gewinnt man Einblicke in Vermögensverhältnisse und Lebenszuschnitt eines Mitglieds der Würzburger Eliten einerseits wie auch in die Funktionsweisen bürgerlicher Solidarität und in den Umgang mit Armut andererseits. Und man erfährt auch, wie die Krisen der Zeit und die historischen Rahmenbedingungen auf das persönliche Leben eines Einzelnen wirkten. So entsteht das facettenreiche Bild eines interessanten Mannes und seiner Stadt in der frühen Neuzeit.
Autor:
Hans-Wolfgang Bergerhausen ist außerplanmäßiger Professor am Institut für Geschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

334 Seiten. Broschur., 13,5 x 21 cm.,€ 19,90 (D) / € 20,50 (A), ISBN 978-3-429-05565-3. 1. Auflage 2021

Der Echter Verlag ist Ihr Fachverlag für Religion, Theologie, Spiritualität, Lebenshilfe, Pastoral und religiöse Lyrik sowie fränkische Regionalliteratur.
www.echter.de
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Röll Verlag

Carsten Busch: Nikolaus Fey. Nur ein Kämpfer für Franken? Versuch eines Lebensbildes

Nikolaus Fey, ein vielbeachteter unterfränkischer Mundartdichter und Bewahrer fränkischer Eigenart, wird in diesem Buch von Carsten Busch gründlich unter die Lupe genommen. Nach umfangreichen Recherchen gelingt es dem Autor, ein differenziertes Lebensbild zu zeichnen. Einerseits einfühlsam, andererseits aber auch schonungslos, wenn es um die Verstrickungen des Dichters während der Zeit des Nationalsozialismus geht. Eine spannende Lektüre für fränkische Heimat-, Kunst- und Geschichtsinteressierte.

Format: 13,5 x 21,5 cm; 156 S., Festeinband, Fadenheftung, zahlr. farb. Abb.

Cornelia Morper: Ostasiatische Schätze im Graf-Luxburg-Museum, Schloss Aschach

Die ostasiatische Sammlung im Graf-Luxburg-Museum in Aschach zählt zu den wertvollen Kunstschätzen asiatischer Kultur in Bayern. Dieses Kleinod war bislang nur wenigen Kunstinteressierten bekannt.

Mit der vorliegenden Arbeit werden Bedeutung und Umfang der Sammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

376 S.; Format 21,0 x 29,7 cm; Festeinband, Fadenheftung, zahlr. farb. Abb.

Andrea Strößner: Der Genisafund aus der Synagoge von Wiesenbronn

Im Judentum ist die Genisa der wichtige Raum zur Aufbewahrung von unbrauchbar gewordenen Kultgegenständen und vor allem der Schriften, die wegen ihres Inhalts und der Verwendung des Gottesnamens nicht weggeworfen werden dürfen. Auf den Dachböden der alten Synagogen im süddeutschen Raum existierten solche wenig bekannten Depots. In Kooperation mit dem „Genisaprojekt Veitshöchheim“ wurden die genau dokumentierten Wiesenbronner Dachbodenfunde bearbeitet und ausgewertet. Die Veröff entlichung bildet den Auftakt der Publika tionsreihe „Haus der Versammlung – Die ehemalige Synagoge in Wiesenbronn“.
Die Geschichte der Synagoge in Wiesenbronn reicht bis 1718 zurück. Bereits seit dem späten 15. Jahrhundert waren in dem kleinen unterfränkischen Winzerort Juden ansässig. Der heutige Synagogenbau entstand 1792. 1890 wurden Umbauten vorgenommen, bei denen der Betsaal seine in weiten Teilen erhaltene farbenprächtige Ausmalung bekam. Die jüdische Gemeinde in Wiesenbronn unterhielt außer Synagoge und Mikwe auch eine eigene Religionsschule. Berühmt ist der hier 1807 geborene und in den Traditionen des orthodoxen Landjudentums aufgewachsene Rabbiner Seligmann Bär Bamberger.
In den Novemberpogromen 1938 wurde die Wiesenbronner Synagoge nicht zerstört, da sich die jüdische Gemeinde aufgelöst hatte und man sie in Privatbesitz verkaufte. Zu einem Wohnhaus umgenutzt, konnte ab 2005 die denkmalgerechte Sanierung umgesetzt werden. Dabei gelangen bauhistorische und archäologische Untersuchungen. Bedeutend sind außer der Genisa mannigfache Erkenntnisse zum Baugeschehen an der Synagoge. Aber auch die Feststellung des ersten, über 300 Jahre alten Synagogenbaus sowie die Untersuchung der Mikwe bereichern unser Bild vom jüdischen Kulturerbe in Bayern.

Haus der Versammlung – Die ehemalige Synagoge in Wiesenbronn, Herausgegeben von Reinhard Hüßner und Bernd Päffgen, Band 1, 216 S.; 21,5 x 30,5 cm; Hardcover, Fadenheftung, zahlreiche fargige Abbildungen

Der J.H. Röll Verlag ist ein unabhängiger, inhabergeführter und seit über 30 Jahren erfolgreicher wissenschaftlicher Fachverlag mit den Schwerpunkten:
Ägyptologie, Afrika-Studien, Geschichte, Sprachwissen­schaft (MSS/MSB), Kulturwissenschaft und Ethnologie, Philosophie, Kunst und Kunstgeschichte, Religion und Gesellschaft
Daneben gehören auch interessante Regionalia sowie ausstellungsbegleitende Museums­kataloge – wie die Publikationen des Knauf-Museums Ip­hofen oder des Martin von Wagner Museums der Universität Würzburg – zum umfangreichen Verlagsprogramm.
Viele namhafte Autoren aus den Fachbereichen Ägyptologie und Afrikanistik haben zahlreiche Publikationen über den J.H. Röll Verlag veröffentlicht. Das Programm umfasst etablierte Reihen wie die Studien zu den Ritualszenen altägyptischer Tempel (SRaT) mit ihren Unterreihen „Die Photos der Preußischen Expedition 1908-1910 nach Nubien“ und „Meroitic Inscriptions from Qasr Ibrim“ sowie die Tagungsbände der Orbis Aethiopicus-Gesellschaft.
Einige Werke werden in einzigartiger Weise als Leporello oder Tafelwerk angeboten. Daneben finden sich auch Monographien und Handbücher, die die wissenschaftliche Arbeit der Autorinnen und Autoren darstellen.
Zahlreiche Kunst- und Bildbände runden das Verlagsprogramm ab.
www.roell-verlag.de
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Frankenbund Gruppe Weißenburg

Martin Weichmann: W.A. Mozart – Erika Mann: Apollo und Hyazinth. Weißenburg 1932-2022. Hintergründe zur Oper und einer Aufführung, die nie stattfand

Sommer 1932. Die Aufführung einer weitgehend unbekannten Mozart Oper sollte einen der Höhepunkte der Festspielsaison im Weißenburger Bergwaldtheater darstellen. Doch anstelle eines unbeschwerten Musikabends mündeten die Pläne in wochenlangen Querelen und politisch motivierten Boykottdrohungen. Ausschlaggebend für den von den Nationalsozialisten inszenierten Skandal war der Name der Bearbeiterin des ins Deutsche übertragenen Librettos: Erika Mann.

90 Jahre nach den wenig rühmlichen Ereignissen griff die Weißenburger Gruppe im Frankenbund die Anregung auf, die ausgefallene Opernaufführung des Jahres 1932 nachzuholen und mit einer weiteren Ausgabe ihrer Schriftenreihe die vielschichtigen Aspekte aufzubereiten, die sich um die Oper, ihre Entstehung, ihre Bearbeitung und die damit verbundenen musik-, lokal- und zeitgeschichtlichen Zusammenhänge ranken.

Martin Weichmann: W.A. Mozart – Erika Mann: Apollo und Hyazinth. Weißenburg 1932-2022. Hintergründe zur Oper und einer Aufführung, die nie stattfand
Begleitkatalog zu den Aufführungen der Oper am Martin-Luther-Platz (25. und 26. Juni 2022)
Heft 8 der Schriftenreihe der Frankenbund Gruppe Weißenburg
Preis. 7.- Euro zzgl. Versandkosten Bestellmöglichkeit ab 18.06.2022 über die Website der Gruppe Weißenburg .

Historische Gesellschaft Coburg e. V.

Buchcover im Fokus Juden und Coburg

Im Fokus: Juden und Coburg
Rückkehr, Ausgrenzung und Integration im 19. Jahrhundert

Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben“ im deutschsprachigen Raum entschloss sich die Historische Gesellschaft Coburg ein Buch herauszugeben, das sich mit der Geschichte der Juden im Coburg des 19. Jahrhunderts befasst. Mit dieser Fokussierung auf eine Periode vor der Zeit des Nationalsozialismus und des Antisemitismus sollte der Frage nachgegangen werden, welche Chancen jüdisches Leben hatte, das nach fast vierhundertjährigem und einst erzwungenem Erlöschen wieder nach Coburg zurückzukehren und sich in der Stadt zu integrieren suchte. Das Buch beinhaltet dazu Untersuchungen über die rechtliche und politische Lage der Juden, über die Wirkung von Schutzbriefen in jener ersten, noch restriktiven Phase, über den Aufbau einer Taubstummenschule durch einen Juden, dem man dann das Leben in Coburg vergällte, über die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkte Zuwanderung von Juden und deren kulturelle Anpassung, über den Aufstieg von Juden in die bürgerliche, akademische Berufswelt, über ihre Beziehungen zum Coburger Herzogshaus und schließlich über die bedeutende Rolle jüdischer Coburger für das Wirtschaftsleben ihrer Stadt. Dabei zeigt sich, dass viele in Juden in einem beachtlichen Maße und auf unterschiedlichen Feldern dazu beigetragen haben, die Stadt Coburg voranzubringen.

Stadtarchiv Nürnberg

Paul Wolfgang Merkel: Tagebücher
Herausgegeben von Michael Diefenbacher, Alice Olaru und Georg Seiderer

Paul Wolfgang Merkel (*1. April 1756, +16. Jan. 1820) war erfolgreicher Kaufmann, Mitinhaber des Handelshauses Lödel und Merkel, Marktvorsteher, Genannter des Größeren Rates, erster Abgeordneter im Bayerischen Landtag, sowie Freimaurer.

Über 25 Jahre lang führte er seine Tagebücher (zwischen 1794 – 1819), die heute im Stadtarchiv Nürnberg verwahrt sind. Die Einträge reichen über familiäre Ereignisse, bis hin zum weltpolitischen Geschehen. Die Edition umfasst neben der Transkription der Tagebücher sowohl weiterführende Hinweise zu einzelnen Einträgen, als auch einen sehr umfangreichen, über 2.300 Personen umfassenden Biografie-Teil. Der Personenkreis reicht auch von den berühmten Persönlichkeiten seiner Zeit wie Goethe und Napoleon bis hin zur Nürnberger, aber auch Münchener und Hamburger Kaufmannschaft, sowie Handwerker und Dienstboten.

Die kommentierte Edition der Tagebücher des Nürnberger Kaufmanns Paul Wolfgang Merkel ist in der Reihe: Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Band 40, erschienen. Herausgegeben wurde es von Michael Diefenbacher, Alice Olaru und Georg Seiderer. Es ist im Selbstverlag der Stadt Nürnberg im April 2022 erschienen und hat 1224 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Kaufpreis: 36,- Euro.