Festveranstaltung zum Gedenken an den „Pfeifer von Niklashausen“
Am Sonntag, dem 14. Juni 2026 wurde mit einer Festveranstaltung an den „Pfeifer von Niklashausen“ gedacht, der vor genau 550 Jahren mit seinen sozialrevolutionären Reden Tausende von Wallfahrern nach Niklashausen lockte. Der Geschichts- und Kulturverein „Der Pfeifer“ und die Dorfgemeinschaft hatten diese Veranstaltung geplant. Kreisarchivarin Claudia Wieland hielt die interessante Festrede, Pfarrer Oliver Habiger machte deutlich, dass die soziale Schere zwischen Arm und Reich auch heute in der ganzen Welt wachse. Grußworte sprachen Landrat Christoph Schauder, Bürgermeister Georg Wyrwoll, Ortsvorsteher Tino Holzhauer und Dr. Jürgen Gernert für den Frankenbund.
Theaterstück über das Leben von Hans Böhm
Ein Theaterstück, verfasst von Uwe Klausner, in dem das Leben von Hans Böhm erzählt wurde, wurde zweimal in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche aufgeführt. Neben den Hauptdarstellern waren etwa 30 WallfahrerInnen in mittelalterlichen Gewändern beteiligt. Musikalisch begleitet wurde die Vorstellung durch Daniela Heiderich mit Harfe und Sackpfeife, von Wolfgang Schröter an der Orgel und von Uli Kammerer am Saxophon. Die Vorsitzende des Pfeifervereins, Marlise Düx, bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Die Resonanz der zahllosen Gäste war überwältigend – der Beifall wollte gar nicht enden.
Der Pfeifer von Niklashausen (Musikvideo) auf YouTube:
Mittelalterliches Fest auf dem Festplatz
Danach begleitete der Fanfarenzug aus Höhefeld alle zum daneben liegenden Festplatz, wo neben Speis und Trank auch Honig und Met, Bogenschießen, Pilgerbescheinigungen mit Ablass, mittelalterliche Verkaufsstände uvm. angeboten wurde. Ein Bänkelliedersänger und die Sackpfeife sorgten auch hier für musikalische Umrahmung.
Zahlreiche positive Rückmeldungen aus nah und fern: So ein Fest hatte man noch nicht erlebt und werde es wohl auch nicht mehr erleben!

Text und Bild: Düx