Auf den Spuren fränkischer Residenzgeschichte
Die Oberfränkische Regionalfahrt 2026 führt am Samstag, 20. Juni 2026, nach Coburg und ins Coburger Land. Auf dem Programm stehen Schloss Rosenau in Rödental, eine Führung durch den Landschaftspark, eine Stadtführung durch Coburg sowie eine Besichtigung von Schloss Ehrenburg. Damit verbindet die Ganztagesfahrt eindrucksvoll fränkische Regionalgeschichte, höfische Kultur und europäische Dynastiegeschichte.
Schloss Rosenau: Sommersitz mit europäischer Geschichte
Der erste Schwerpunkt der Fahrt liegt auf Schloss Rosenau. Das malerisch gelegene Schloss befindet sich nordöstlich von Coburg inmitten eines Landschaftsgartens. Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld erwarb den mittelalterlichen Bau 1805 und ließ ihn im neugotischen Stil umbauen. Er schuf damit einen Sommersitz, in dem sich fürstlicher Glanz und ländliche Einfachheit verbinden sollten. Besonders bekannt ist Schloss Rosenau auch als Geburtsort Prinz Alberts, des späteren Gemahls von Königin Victoria von Großbritannien.
Der Landschaftspark Rosenau und seine Kulturgeschichte
Auch der Park Rosenau erzählt ein Stück Kulturgeschichte. Er wurde in Anlehnung an einen englischen Landschaftspark gestaltet und umfasste einst rund 200 Hektar. Neben Nutzgärten und Baumschulen gehörten dazu auch eine Fasanerie, eine Schäferei und eine Schweizerei. Heute umfasst der Park noch 36 Hektar. Sein Mittelpunkt ist der Schwanenteich mit den bekannten schwarzen Schwänen.
Coburg als historische Residenzstadt
Am Nachmittag führt Stadtheimatpfleger Dr. Christian Boseckert durch die historische Altstadt von Coburg. Dabei rücken bedeutende Gebäude, der Marktplatz, Stadttore, Brunnen, Denkmäler, Kirchen und der Rosengarten in den Blick. So zeigt sich Coburg nicht nur als Ziel einzelner Sehenswürdigkeiten, sondern als gewachsene Residenzstadt mit vielen Spuren ihrer Geschichte.
Schloss Ehrenburg und die Coburger Herzöge
Ein weiterer Höhepunkt ist Schloss Ehrenburg, die frühere Stadtresidenz der Coburger Herzöge. Die Anlage blickt auf eine rund 450-jährige Geschichte zurück. Im 16. Jahrhundert verlegte Herzog Johann Ernst die Hofhaltung von der Veste in die Stadt. Später wurde das Schloss mehrfach umgebaut und erweitert. Sein heutiges neugotisches Erscheinungsbild erhielt es im 19. Jahrhundert durch den Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel.
Fränkische Geschichte mit europäischer Dimension
Die Oberfränkische Regionalfahrt 2026 macht sichtbar, wie eng fränkische Geschichte mit europäischer Geschichte verbunden ist. Schloss Rosenau, Schloss Ehrenburg und die Coburger Altstadt erzählen von Architektur, Herrschaft, Landschaftskultur und den weitreichenden Verbindungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha.
Außerdem können Sie hier ein PDF mit allen Informationen herunterladen.
Bild: Schloss Rosenau bei Coburg, Ostansicht, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1135757